Schwer sein, Probleme haben, das Leid der Erde spüren. Das Übel der Menschheit oder eine Zivilisationskrankheit?

Du lässt dich gerne inspirieren von schönen Worten, Sprüchen, Stimmungen. Doch wenn es dann so weit ist, dass du es im Alltag umsetzen sollst, dann ist das alles leider oft vergessen. Deine alten Muster holen dich ein und du verhältst dich wie immer. Du gehst in Verbindung mit der negativen Seite. Fühlst dich abgelehnt und gehst davon aus, dass es die Menschen schlecht mit dir meinen. Was wäre die Alternative? Dass du dich nicht ganz so wichtig nimmst, nicht alles auf dich persönlich beziehst und davon ausgehst, dass sich nicht die ganze Welt um dich dreht.

„Du kannst dich entscheiden zwischen Aussitzen und Tanzen. Ich hoffe du entscheidest dich für Tanzen!“Oprah Winfrey 

Lange Zeit habe ich behauptet, dass das Leben stattfindet, weil wir zwischen den Polen hin und her wechseln: von friedlich zu aggressiv, von traurig zu fröhlich, von oben nach unten, von hell zu dunkel und der Vergangenheit in die Zukunft und zurück? Habe es laut hinaus in die Welt geschrien und jedem erzählt, ob er es hören wollte oder nicht: „Alles leben, alles lieben und und dazu gehört die helle und die dunkle Seite!“ Beides annehmen, es kommen und gehen lassen, das ist die Kunst des Lebens. Es gilt immer noch, doch hatte ich in letzter Zeit zwei Erlebnisse, die meine Wahrheit etwas weiter und größer gemacht haben.

Die erste Begegnung fand beim Tanzen statt: wir haben in unserer Ausbildungsgruppe, Vital Danza am Chiemsee, das Licht getanzt.

„Licht ist unsere wahre Authentizität“ (Marcello, Vital Development)

Das hat mitten ins Herz getroffen und das, was als Gedanke begann, sich über den Tanz im Körper festigen durfte, wird jeden Moment und jeden Tag mehr und mehr zur Wahrheit. Mich so oft ich kann, daran zu erinnern, lässt mich über die alten Geschichten von Verletzungen und Schmerzen milde lächeln und macht das Leben leicht. 

„Jeder Gedanke ist eine Absicht“ (Lola Jones)

Das kurz darauf folgende Erlebnis was bei einem Vortrag von Lola Jones. Sie schreibt in ihrem Buch „Alles geht leicht während ich weg bin“ genau über dieses Thema und in ihrem Vortrag bittet sie uns darum, uns weich zu machen. Nicht alles mit der uns innewohnenden Härte abzulehnen und stattdessen die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass wir Unangenehmes mit einem Lächeln betrachten. Das sind jetzt meine Worte, aber ich denke die Essenz stimmt.

Wie viele meiner Gedanken verbinden sich mit Ablehnung, Schmerz und Ungerechtigkeit? Wenn du einen freien Tag hast, dann versuche doch einmal, alle deine Gedanken aufzuschreiben. Es wird dir zeigen, wo dein Fokus liegt. Wunderst du dich dann noch, warum dein Leben schwer ist?

Ich danke an dieser Stelle also drei wundervollen Lehrern, die jeder auf seine Art und Weise, ihr Licht in die Welt tragen und mich inspirieren zum wesentlichen Kern meiner Selbst vorzudringen: meinem Licht, meiner Präsenz, meiner Lebensfreude!