Ich habe über den Winter einiges an Gewicht zugelegt und starte gerade eine Aktion, bei der ich gerne gemeinsam mit anderen Menschen durch die Fastenzeit gehen möchte.

Es geht also ums Abnehmen? Ja und Nein.

Auszeit von alten Gewohnheiten

Es geht ganz allgemein um die Pfunde, die wir mit uns herumschleppen. Manche tragen sie sichtbar auf den Hüften, andere am Bauch. Das sind dann wohl die pfundig Extrovertierten. Des Weiteren gibt es noch die Kategorie, die trägt die Last lieber im Herzen oder auf den Schultern oder lagern sie so lange ungesehen ein bis sie vom Arzt einen anderen Namen bekommen. Ich persönlich gehöre in die Kategorie Misch-Typ. Ich kann mich nicht entscheiden und nehme von allem etwas.

Aber gibt es denn keine Menschen, die vollkommen zufrieden sind mit sich, ihrer Figur oder ihrer Umwelt? Mir begegnen leider selten welche.

Tatsache ist, wer immer sich hier angesprochen fühlt, trägt etwas mit sich herum, das ihm das Leben schwer macht. Ich bin davon überzeugt, dass es sehr oft mit unserem Selbstbild zu tun hat. Mit dem, was wir alles zu sein haben und tun müssen, um vor uns und der Welt zu bestehen. Was immer es auch ist, wir setzen uns damit selbst permanent unter Druck. An sich wäre dagegen ja nichts einzuwenden. Druck treibt uns an, ja mancher braucht ihn sogar, um überhaupt ins Handeln zu kommen. Der Haken ist, dass wir eben oft etwas nachrennen, das wir nicht sind, sondern aus den unterschiedlichsten Gründen glauben, sein zu müssen. Wir achten nicht darauf, was unsere eigentlichen Bedürfnisse sind und benutzen alles mögliche zur Ersatzbefriedigung.

Auszeit von alten Mustern

Ich zum Beispiel, muss immer etwas leisten, um mir selbst Anerkennung zu schenken. Und vor lauter müssen, wird der Berg so groß, dass ich in die Lethargie verfalle und dann viel zu essen brauche, damit ich beschäftigt bin und mich selber aushalten kann. Mein Bedürfnis wäre also Anerkennung und das wird mit Essen nur kurzfristig gestillt. Wie die Geschichte weiter geht, weiß jeder. Andere benutzen das Helfen oder Schenken und wieder andere exzessiven Sport oder ihre Kinder, um vom eigentlichen Bedürfnis abzulenken. Alles, was ich hier aufgezählt habe, kann man mit großem Genuss tun, schwierig wird es, wenn es nur als Ersatz herhalten muss.

Jeder sucht sich also selbst sein persönliches Ventil und daraus ergeben sich schlechte Gewohnheiten.

Was also will ich jetzt in der Fastenzeit? Die Probleme der Welt lösen? Nein, ganz einfach einen kleinen Anfang machen, einen ersten Schritt gehen und hinschauen, wo sich eine Gewohnheit eingeschlichen hat, von der ich ganz sicher weiß, das sie mir nicht gut tut. Ausprobieren, was passiert, wenn ich es mal ohne sie versuche. Herausfinden, was genau mir fehlt, wenn ich ohne sie bin. Den Verzicht wagen und schauen was passiert.

Und weil Gewohnheiten eben Gewohnheiten sind, die oft schon automatisch passieren, wünsche ich mir Unterstützung, um durchzuhalten. Ich würde mich sehr freuen, wenn du mitmachst bei meiner Aktion!

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