Revolution deiner eigenen Grenzen

Du weißt, was eine Frau ist?

Du liebst deinen Partner?

Du bist Selbständig, Angestellte(r), Handwerker, Arbeitslos, Student, Lehrer(in)?

Du bist attraktiv, zielstrebig, erfolgreich, ehrlich, großartig, ängstlich, offen, achtsam?

Deine Freundin ist freundlich, ärgerlich, traurig, intelligent, mutig, warmherzig?

Deine Nachbarn rücksichtslos und streitsüchtig?

BIST DU SICHER?

Ja? Oder denkst du nur, dass du und die Menschen in deinem Umfeld das alles sind, damit du dich sicher fühlen kannst in deinem Konstrukt von „So ist das!“

Und dann kommt noch gleich eine weitere, zugegebenermaßen sehr provokante Frage hinterher:

Was wäre denn, wenn genau das Gegenteil von all diesen Dingen und Eigenschaften wahr wäre? Was würde passieren, wenn du all deine Schubladen und Labels einfach mal vergisst und dich fragst, wie viel du im Leben verpasst, weil du meinst zu wissen, wer du bist und wie etwas zu sein hat.

Weil du dir so sicher bist, was das Richtige ist und genau weißt, was nötig ist, um ein gutes Leben zu haben. Wenn das alles aber jetzt gar nicht wahr wäre? Was dann? Wenn du in Wahrheit das Beste verpasst, nur weil du dich irgendwann festgelegt hast, dass das, was du denkst die Realität ist.

Ich weiß, dass ich nichts weiß!

Berühmte, kluge Menschen wie Sokrates und Einstein haben sich schon damit beschäftigt. Und sie wollten damit keinesfalls das Wissen an sich in Frage stellen, sondern lediglich den Umstand, dass Menschen meinen, sie würden die absolute Wahrheit kennen.

Du hast die Freiheit, dich neu zu entscheiden!

 

Warum du das tun solltest? Und was du davon hast, alles was du meinst zu wissen, in Frage zu stellen?

Die Freiheit wählen zu können!

Alles, wirklich alles, was wir als gegeben hinnehmen, schenkt dir einerseits Sicherheit, aber andererseits setzt du dir damit auch eine Grenze. Und je mehr Grenzen in Form von absoluten Wahrheiten du in dir trägst, um so enger wird dein Leben. Würde dir das gefallen und du nicht nach etwas Größerem suchen, hättest du nicht bis hierher gelesen, sondern schon längst kopfschüttelnd die Segel gestrichen.

Aber du bist auf diesen Artikel gestoßen, hast ihn geöffnet und bist noch hier. Alleine das zeigt mir, dass du Interesse hast, dich auszudehnen. Eine neue Wahrheit zu erschaffen, die mehr möglich macht, als das, was du bisher kennen gelernt hast. Für dich, mich und für die Welt, in der wir leben.

Es gilt also, die richtige Balance zu finden zwischen Meinungsbildung und doch immer wieder zuzuhören, hinzuschauen und zu hinterfragen, ob das, was ich denke, tue, fühle, wirklich wahr ist.

Jederzeit bereit zu sein, dass deine Wahrheit vollkommen falsch sein könnte, öffnet dich für neue Erlebnisse, andere Menschen und Erkenntnisse. Es macht die Türe auf für eine Welt, in der niemand mehr Recht haben muss und jeder seinen Platz haben darf. Es wird dir Gelassenheit schenken und Räume öffnen, von denen du dir nicht einmal ausdenken hättest können, dass sie existieren.

Mein persönlicher Auslöser

Wenn du schon mehr von mir gelesen hast, wirst du wissen, dass meine Gedanken und Worte immer aus einem persönlichen Erlebnis resultieren.

Dieses Mal ging es um eine Gespräch über Rücksichtslosigkeit. Jemand erzählte mir zum wiederholten Male über rücksichtsloses Verhalten anderer Menschen. Um mir dann im Nachsatz zu sagen, dass es ihn ja nicht persönlich betreffe und er es halt einfach immer wieder feststellt, dass die Welt so ist. Ich musste einhaken, weil alleine die Tatsache, dass wir, wie gesagt, nicht zum ersten Mal darüber sprachen, zeigt mir ja doch eine gewisse persönliche Betroffenheit, die jetzt auch mich anging.

Nachdem ich keine besondere Vorliebe für Beschwerden dieser Art habe, sah ich mich bemüßigt, ihn zu unterbrechen und zu fragen, ob es denn einen Lösungsansatz im Umgang mit Rücksichtslosigkeit gibt. Ich muss dazu sagen, bei einer früheren Gelegenheit habe ich gefragt, warum er denn meint, dass man auf ihn Rücksicht nehmen müsse. Nicht sehr entgegenkommend, doch mein Interesse wahr ganz ehrlicher Natur und ich wollte ihn damit keinesfalls ärgern. Ich erwähne das nur, damit du die leicht gereizte Stimmung des Gesprächs erahnen kannst.

Ich frage also nach der Lösung und die Antwort war: „Es gibt keine Lösung!“ und zugleich kam gleich fast anklagend, dass die Welt nicht zu ändern ist und ob ich mich als Weltverbesserin verstünde.“

Es ist nicht mein primäres Ansinnen die Welt zu verbessern, aber sehr wohl meine kleine, persönliche Welt so zu gestalten, wie sie mir gefällt! Und da kann ich sehr wohl, sehr viel tun und auch verändern.

Wenn ich glauben will, dass die Welt nicht zu verändern ist, und das zu meiner Wahrheit mache, wird sie sich auch nicht verändern.

Packe ich mich jetzt an meiner eigenen Nase, gestehe ich ihm seine Wahrheit zu und kann sie auch verstehen. Und was habe ich gelernt? Dass es mir sehr wichtig ist, meine eigenen Gedanken und das, was ich zu meiner Realität mache, immer wieder zu überprüfen und zu fragen: Stimmt das denn wirklich oder ist es einfach nur meine eigene sehr eingefahrene Sicht der Dinge? Und wenn ich das erkenne, dann möchte ich den Mut und die Größe haben, mich für einen neuen Blickwinkel zu öffnen und mir damit nicht nur neue Möglichkeiten schaffen, sonder auch meine kleine Welt ein Stück größer, weiter und freier zu machen!

Und du? Weißt du schon alles?

Oder bräuchte es mal wieder einen gründlichen Wahrheits-Check in deinem Urteil über dich und die Welt?